Monumente

Paleokastro

Es liegt nah an Paleopolis, auf der Spitze eines Berges. Spuren von Einwohnern führen zurück auf das „Geometrische Zeitalter“. 1999 führte der kytherianische Archäologe und  Professor „Ioannis Petrohilios“ Ausgrabungen auf der Spitze des Berges von Paleokastro durch, nächst der Kirche Agios Georgios (Höhe: 323 Meter), entdeckte er einen Altarraum, der vom Geometrischen Zeitalter und noch durch das Hellenische Zeitalter benutzt wurde. Durch die Funde wird vermutet, dass der Altar Aphrodite gewidmet war. In Paleokastro sind die Ruinen alter Gebäude und Wände sowohl von der Stadt Kythira als auch der Akropolis erhalten. Die Ausgrabungsfunde sind verschiedene Töpfe, Deckel von Kompassen, Weihrauchgefäße, Kupferaccessoires, wie z.B. Stecknadeln, Ringe und anderer Schmuck. Die Ausgrabungen wurden über die folgenden Jahre ausgeweitet.

Paleopolis – Skandia

In der Gegend von Paleopolis liegt der alte Hafen von Skanida, welcher der Hafen der Hauptstadt Kythira war. Der Hafen versank während des großen Erdbebens 375 nach Christus. In der Vergangenheit wurden hier in der Gegend archäologische Studien durchgeführt. Die uralten Gräber sind in Skandia sind heute besuchbar.

Minoisches Gipfel Heiligtum

1992 entdeckte der Archäologe Yiannis Sakelarakis und sein Team einen Altar in dem Berg von Agios Georgios, welches noch nie zuvor betreten wurde. Dies war der Kontrollpunkt von dem aus die Minoer die kytherianische See kontrollierten. Von hier aus wurden optisch per „Fackelsystem“  Informationen zwischen dem Peleponnes und Kreta transportiert. Während der Ausgrabungen wurden Töpferei- und Steinwerkzeuge, sowie Tongefäße und Statuetten gefunden.

Mikri Dragonara (Antidragonera)

Dieser Altar war wahrscheinlich dem Gott Poseidon gewidmet, Beschützer der Erdoberfläche und Gott der Erdbeben. Münzen aus 54 Städten und Königreichen des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres wurden während der Ausgrabungen, welche in den späten Neunzigern von einer Gruppe unter dem Archäologen Aris Tsavaropoulos durchgeführt wurden, gefunden. Es wurden auch Tonamphoren gefunden. Eine kleine Hafenanlange ist erhalten geblieben, wo 9 gefundene Steinanker im Archäologischen Museum von Hora ausgestellt sind.

Housti und sein Heiligtum

Die Housti-Höhle liegt in Diakofti, dem Haupthafen der Insel. Es ist eine unterirdische Höhle mit einer Fläche von zirka 800 Quadratmetern. Anfang dieses Jahrzehnts wurden ausführliche archäologische Untersuchungen unternommen, die beträchtliche Funde aus einer Zeit um 3800 vor Christus ans Licht brachten. Desweiteren wurden auch bedeutende Dinge aus der Klassischen und Römischen Zeit gefunden. Die Höhle wurde unter anderem auch als Anbetungsort genutzt.

Kastelo, die Festen des Heiligen Franziskus

Das kytherianische Meer bildet den Westeingang zum ägäischen Meer. Es galt schon immer als sehr gefährlich in dieser Gegend zu segeln. Das Maleas-Kap, das Kap der östlichen lakonischen Halbinsel, zeichnet den schwierigsten Punkt für Segler. Aus diesem Grund brauchte man einen sicheren Hafen, damit vorbeifahrende Schiffe im Falle einer rauen See anhalten können. Die alte Stadt von Skandias Hafen in „Kastri“, sowie der darauffolgende Hafen von „Agios Nikolaos“, heute Avlemonas, boten sich für sicheres Anlegen an. Im Westen von Avlemonas befindet sich eine venezianische Festung, die Festung des Heiligen Franziskus. Sie wurde 1565 von den Venezianern gebaut, mit dem Bestreben die Insel zu kontrollieren und die Gegend vor fremden Angriffen zu schützen. Die hat eine achteckige Form und besitzt die folgenden architektonischen Charakteristika: Kanonenfenster, Kanonen, einen Platz, einen zentralen Turm.

Die Festung von Hora

Dies ist die besterhaltene Festung der Insel. Sie wurde im 13.-Jahrhundert von Veniern erbaut, es könnte jedoch früher schon andere Anlagen gegeben haben. Es wurde 1503 von den Venezianern erneuert und besteht aus der Hauptfestung und einer anliegenden Gegend mit einer zweiten Befestigungsanlage, welche die Siedlung „Mesa Vourgos“  umgibt. Auf dem Burggelände befinden sich die Kirchen „Panayia Myrtidiotissa“, „Panayia Orfani“, „Pantokratoras“ und „Agios Ioannis“. Außerdem befindet sich dort das Historische Archiv Kythiras, welches sich im Palast befindet, der alten Residenz des Gouverneurs und Wohnort der Adligen. Im Bezirk Mesa Vourgo befinden sich 14 Kirchen. „Sempreviva“, eine in Kythira vorherrschende Pflanze mit kleinen gelben Blüten, wächst zwischen den Felsen der Burg. Der Blick von der Burg ist atemberaubend.

Paleochora

Die byzantinische Hauptstadt der Insel wurde im 13.-Jahrhundert erbaut. „Agios Dimitrios“, wie sie genannt wurde, war eine sichere Festung bei der „Kakia Lagada“-Schlucht und konnte nur von der südöstlichen Seite betreten werden. Die Häuser sind dicht aneinander gebaut und die Traditionen besagen, dass es 70 Kirchen in diesem Bezirk gab. 21 davon gibt es heute noch. Der „Kakia Lagada“-Canyon fließt zu den nördlichen Küsten, zum Osten von Agia Pelagia. Man konnte die Stadt „Agios Dimitrios“ von nirgends her sehen und deshalb wurde die eine sichere Festung erbaut, die die Einwohner vor Piratenüberfällen beschützen sollte. 1537 zerstörte der Pirat „Hairedin Barbarossa“, der ein Janitschar (türkisch: Yeniçeri, „neue Truppe“;  Elitetruppe des Osmanischen Reiches) der Türkischen Kriegsmarine war, die Stadt Agios Dimitrios und tötete die ganze Bevölkerung, wobei er viele der Einwohner gewaltsam verschleppte und sie auf den Sklavenmärkten verkaufte.

Paleohora zu besichtigen ist eins fantastisches Erlebnis. Dieser geschichtliche Platz wird Sie faszinieren. Nachts erwachen die Sagen zum Leben, wie einige Einwohner sagen, wenn die Stimmen und Rufe der Getöteten durch die Schluchten hallen! Die spektakulären byzantinischen Techniken sind offensichtlich wenn man die Konstruktion und die Wandmalereien der Kirchen betrachtet, speziell von der Kirche „Agia Varvara“, die sich im Norden der Stadt bei der Propylaea (dem riesigen Tor)  befindet. Achten Sie auf die frei-umherlaufenden Ziegen, die die steilen Felsvorsprünge der Schlucht hinaufsteigen.

Mit der passenden Ausrüstung und einem gesunden Verlangen nach Abenteuern sollten Sie sich hinter „Agia Varvara“ wagen und die faszinierende Schlucht erkunden. Jedoch sollten Sie aufpassen denn es ist sehr riskant.

Kato Hora

Dies ist einer der drei mittelalterlichen Wohnbezirke zusammen mit Paleochora und der Burg von Hora. Kato Hora ist eine venezianische Festung, die 1565 erbaut wurde. Innerhalb der Festung. Innerhalb der Festung ist das Wohnviertel mit vielen Häusern immer noch in einem  guten Zustand erhalten. Daneben sind auch viele byzantinische Kirchen mit ihren Freskos und Dekorationen erhalten. Der „Löwe des Heiligen Markus“, das Zeichen der „Ruhigsten Demokratie von Venedig“, herrscht vor dem Eingang der Festung.

Katouni Brücke

Die Katouni Brücke wurde 1826 während des Britischen Zeitalters erbaut. Es ist eine der Brücken, die von Briten in Europa erbaut wurde, mit einer Länge von 110 Metern, einer Breite von 6 Metern und einer maximalen Höhe von 15 Metern. Die Brücke besitzt 13 Bögen und 13 absolut symmetrische, zylindrische Öffnungen. Der Legende nach verliebte sich der englische Beauftragte „Mackwell“ in ein junges Mädchen, welches in Katouni wohnte. Er beschloss die Brücke nahgelegen bauen zu lassen und häufig zu kommen, um den Baufortschritt zu begutachten. So sollte es ihm möglich sein das Mädchen zu sehen und sich mit ihr zu treffen. In Wirklichkeit sollte diese Brücke ein Teil der Straße sein, welche die Hauptstadt Kythira mit dem Hafen von Avlemonas verbindet. Die Straße wurde nie fertiggestellt, seitdem die Briten 1864, nach der Vereinigung der ionischen Insel mit dem Festland Griechenlands, die Insel verließen. Heutzutage ist die Brücke eines der wichtigsten Monumente der Insel.

Potamos Brücke

Die Brücke wurde 1823 vom englischen Beauftragten Mackwell konstruiert und besitzt sieben Bögen, welche aus Steinen und Beton gebaut wurden. Ihre Maße betragen 60 Meter in der Länge, 6,80 in der Breite und 16 in der Höhe.

Milapidea Schule

Während sich die Briten hier aufhielten, bauten sie viele Schule und verpflichteten die Kytherianer diese zu besuchen. Jene, die ihre Kinder nicht in die britischen Schulen schickten, um eine britische Erziehung zu bekommen, mussten Steuern bezahlen und wurden in öffentliche Dienste leisten. Die Milapidea Schule befindet sich an einem hohen Punkt über Livadi und repräsentiert die britische Architektur, die hier auf der Insel angewandt wurde. Wie viele andere britische Schulen ist sie in einem sehr guten Zustand.

Faros Moudariou (Leuchtturm von Moudari)

1857 von den Briten erbaut, ist „Faros“ einer der größten Leuchttürme des griechischen Meeres. Er befindet sich im Norden der Insel am „Spathi“-Kap. Man mehr Informationen darüber geben, wie Sie dorthin gelangen. Wenn Sie Glück haben erlaubt ihnen der Aufseher sogar das Innere des Leuchtturms zu besichtigen. Der Signalraum beliefert alle Schiffe, die diese Gegend passieren, mit Informationen. Ein unglaublich magischer Platz. Bei gutem Wetter können Sie die ganze Laconia-Bucht sehen, die von Melas- bis zum Tenaro-Kap geht.

Die Windmühlen

Wie in vielen anderen Inseln Griechenlands, können Sie sehr viele Windmühlen auf Kythira finden, die im 19.-Jahrhundert erbaut wurden. Ihr Gebrauch war ständig mit der landwirtschaftlichen Produktion der Gegend verknüpft. Kythiras starke und häufige Winde begünstigten ihren Einsatz. Man kann sie in den Vororten der Bezirke finden, die leicht erreichbar von ausgebauten Gegenden sind. Sie wurden entweder in mehreren Paaren oder alleine gebaut und aus Stein gebaut. Sie besitzen einen Außendurchmesser von 5-6 Metern und ihre Höhe schwankt zwischen 4,5 und 5,5 Metern. Der Eingang ist meist ein Rahmen aus gemeißelten porösen Steinen. Bei einigen Windmühlen besteht das Mauerwerk fast nur aus porösen Steinen. Die Windmühlen von Kythira wurden zum Weizenmahlen benutzt bis sie im 20.-Jahrhundert stillgelegt wurden. 1995 hörte die letzte Windmühle in auf zu arbeiten. Viele der Mühlen sind heute noch in gutem Zustand.

Die Wassermühlen

Die meisten der Wassermühlen von Kythira befinden sich in Mylopotamos-Tal. Es gibt dort insgesamt 23. Drei von ihnen sind noch gut erhalten und das nur dank der unzerstörbaren Beschaffenheit wichtiger Teile ihrer Vorrichtungen. Sie alle sind in Privatbesitz. Der Name des Dorfes kommt offensichtlich von den Mühlen in der Gegend („Mylo“: Mühle; „Potami“: Fluss). Die Mühlen waren hauptsächlich während der britischen Besetzung aktiv und deren Besitz zahlten Steuern für deren Benutzung. Die Mühlen mahlten Weizen und Korn. Mühlenkanäle stützten den Betrieb der Mühlen, da durch sie das Wasser floss und gleichzeitig die Gärten des Dorfes bewässerte. Die Mühlen waren durch ein großes Netzwerk von Pfaden verbunden, welches sich viele Kilometer erstreckte. Die Wassermühlen hörten kurz nach dem Jahr 1950 auf zu arbeiten, als sie der Reihe nach durch Dieselmotor-Mühlen ersetzt wurden.

Andere Gegenden mit Wassermühlen sind das Dorf „Oheli“, welches 10 Mühlen enthält, die Tsakonas-Schlucht in Mitata, Karavas, die Wassermühle in Agia Pelagia. Es gibt noch einige andere.

AUFBAU DER WASSERMÜHLE

Eine Wassermühle besteht aus:

  • dem Wasserturm, „Voutzi“ genannt
  • der Mahlwerkstatt
  • der Lagerhalle
  • der Kundenwartehalle
  • dem „Jourio“, dem Kellergeschoss mit dem Schaufelrad
  • das Haus des Müllers
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